Erfolgreiches Verknüpfen mit Vorwissen durch die Storyline-Methode ermöglicht Stress-armen Unterricht für Lehrkräfte und Schüler

Die Storyline-Methode wurde in den 60-er Jahren in Schottland entwickelt und in den letzten 30 Jahren von zahlreichen Pädagogen und Professoren zu einem umfassenden handlungsorientiertern pädagogischen Ansatz geformt.

Die Storyline-Methode findet sowohl an Schulen als auch in der Erwachsenenbildung Anwendung. Lehrkräfte in mehr als 30 Ländern bauen auf die in verschiedenen Schulformen erprobten Prinzipien.

Hier lesen Sie was die Storyline Methode ausmacht und warum diese Methode einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, einen Stress-armen und erfolgreichen Unterricht zu gestalten.

Weitere Informationen, Unterrichtsbeispiele und weiterführende Literatur (auch Videos) siehe Quellenangaben.

Traditioneller Unterricht *

Herkömmlicher Frontalunterricht bedeutet Machtbesitz der Lehrkraft aufgrund von überragendem Wissen, das mittels Schulbuch ‚übertragen‘ wird. Die Beziehung ist geprägt von Dominanz und Kontrolle. Dahingehend ist traditionelle Bildung geprägt von Lerninhalt, nicht von Lernprozess.

Heutige Anforderungen an Lehrkräfte *

Wir leben in einer Zeit, in der der Zugang zu Fakten und Inhalten mittels Computer und Internet immer einfacher wird. Für Lehrkräfte ist es unmöglich, mit diesen schnelllebigen Veränderungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Lehrplanentwickler stellen fest, dass es zunehmend notwendig ist, von einer reinen inhaltsorientierten Bildung zu einer fähigkeitsorientierten Bildung zu gelangen.

Das Bildungsziel sollten Schüler folgende Fähigkeiten erlangen:

  • Informationen selbst finden
  • diese vielfältig kommunizieren
  • kreativ denken
  • Probleme/Herausforderungen lösen
  • Ergebnisse prüfen
  • lernen, wie sie am besten lernen.

Mit der Storyline Methode können diese Ziele erreicht werden *

Voraussetzung für den Erfolg der Storyline Methode ist, dass

  • Lehrkräfte die Schüler mit Respekt behandeln
  • Lehrkräfte verstehen, dass der größte Schatz im Klassenzimmer das Wissen ist, das bereits in den Köpfen der Schüler vorhanden ist
  • Lehrkräfte Schlüsselfragen stellen, die Schüler dazu animieren, ihr Wissen zu teilen.

Dies bildet die Grundlage dafür, dass Schüler ihren eigenen Lernprozess konstruieren, indem sie ihr Vorwissen mit den neu zu lernenden Inhalten verknüpfen.

Storyline bedeutet, dass die Lehrkraft Lernmoderator ist *

Die Aufgabe der Lehrkraft ist es, genau diesen Lernprozess exemplarisch durch den Einsatz entsprechender Fragetechniken zu gestalten.

Die Schüler werden dann aufgefordert mögliche Lösungen zu finden, Hypothesen aufzustellen und diese dann durch Nachforschung und Experimentieren zu überprüfen.

Die Lehrkraft übernimmt dabei die Rolle des Moderators, der mit den Schülern zusammen lernt.

Schüler ergreifen Besitz von Lerninhalt *

Durch die Reihenfolge der Schlüsselfragen bildet sich ein roter Faden, der eine logisch nachvollziehbare Geschichte erzählt.

Die Lehrkraft legt die Lernziele fest und weiß, welches Wissen vermittelt, und welche Fähigkeiten geübt werden sollen. Jede Aktivität folgt der vorigen auf eine Art und Weise die deutlich macht, dass sie notwendig ist, um den Fortlauf der Geschichte zu erzählen.

Paradoxerweise bedeutet Storyline, dass die Lehrkraft beinahe jede Aktivität plant, die Schüler aber zu Recht den Eindruck gewinnen, die sich entwickelnde Geschichte sei ihr Eigentum.

Die Lehrkraft kennt die Lernziele und den grundlegenden Weg der begangen werden muss und der Schüler fühlt sich sicher aufgrund der Stärke der Zusammenhänge und der Relevanz der Übungen.

Zusammenfassung *

Unterrichten kann sehr kreativ und einträglich sein und viel Freude bereiten, wenn Lehrkräfte spüren, dass durch ihr kreatives und fachlich kompetentes Engagement ihre Schüler zu unabhängigen Lernern heranreifen. Storyline kann einen wichtigen Beitrag zu einem Stress-armen und erfolgreichen Unterricht leisten.

Quellen:

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Vier Dinge die sehr gute Lehrer tun (laut Professoren der Harvard University)

Beste Grüße

Hagen Glatzle

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